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17.04.2026 – Dialogveranstaltung in Vechta: Chancenorientierte Kita-Platzvergabe und Onboarding von Eltern mit erschwertem Zugang

Wie können Kita-Plätze gerecht vergeben werden – besonders für Familien mit erschwertem Zugang zum Bildungssystem? Und wie gelingt ein guter Start in die Kita für Eltern, unabhängig von z.B. Sprache, Herkunft oder familiären Hintergrund?

Unsere Veranstaltung widmet sich der chancengerechten Platzvergabe und dem kultur- und armutssensiblen Onboarding von Familien. Im Fokus stehen praxisnahe Ansätze für eine faire, transparente Vergabe sowie bewährte Strategien der Elternarbeit. Gemeinsam mit Fachkräften, Trägern und kommunalen Vertreter:innen diskutieren wir, wie Zugangsbarrieren abgebaut und Partizipation gestärkt werden können.

In Anlehnung an Friedrich Fröbel verstehen wir frühkindliche Bildung als gemeinsame Aufgabe von Familie, Fachpraxis und Gesellschaft. Familie ist dabei der erste und wichtigste Bildungsort, in dem das Kind durch Beziehung, Spiel und Nachahmung seine Welt erschließt. Fröbel betonte die enge Verbindung zwischen Elternhaus und öffentlicher Erziehung und sah im Kindergarten einen Raum, der diesen Dialog bewusst stärkt. Familienbildung und eine dialogische Zusammenarbeit mit Eltern sind deshalb kein „zusätzliches Angebot“, sondern ein Kernauftrag frühpädagogischer Praxis.

Drei kurze Inputs sorgen für Einblicke und Anregungen, u.a. aus der Arbeit eines Familienzentrums sowie von Familienbegleiterinnen aus Osnabrück. Der Fokus liegt auf praxisnahen Ansätzen, fachlicher Diskussion und der Entwicklung von Handlungsoptionen, um Zugangsbarrieren abzubauen und Partizipation zu fördern.

Impulse:             

  • Strukturelle Armutsprävention in Barsinghausen – Die sozialraumorientierte Kita-Platzvergabe führt zu mehr Teilhabe! Réne Beck, Stadt Barsinghausen
  • Ohne Beziehung geht es nicht– Beziehung als Schlüssel zu Zugang. Karina Hooper und Karina Kosbab, Familienbegleiterinnen Stadt Osnabrück
  • Zugang, Vertrauen, Teilhabe: Familienzentren als Brücke zu Bildung. Sandra Köper-Jocksch, nifbe

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Die Veranstaltung findet hybrid statt.
FREITAG, 17. April 2026, von 09:00-12:00 Uhr

Adresse: Uni-Vechta, Driverstraße 22, 49377 Vechta im R-Gebäude Raum R005/ digital

Wir freuen uns über Ihre verbindliche Anmeldung bis zum 14.04.2026

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl vor Ort begrenzt. Die Veranstaltung wird hybrid angeboten: eine digitale Teilnahme umfasst die Impulsvorträge sowie einen digital moderierten Austausch. Die Zugangsdaten werden Ihnen kurzfristig zugeschickt.

Zum Download: Einladung zur Dialogveranstaltung als PDF

Foto: J. Affolter/pfv

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13.02.2026 – Dialogveranstaltung in Berlin: Qualität verbessern – Förderauftrag schärfen: das SGB VIII zukunftsfähig gestalten

Qualität verbessern – Förderauftrag schärfen:
Das SGB VIII für Kindertageseinrichtungen zukunftsfähig gestalten. Auswirkungen auf Bundes- und Landesebene

FREITAG, 13. Februar 2026, von 09:00-12:00 Uhr, in der Aula des PFH

Veranstaltung in Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus

Fachkräfte aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung waren der Einladung in das Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin gefolgt. Thema des Austauschs war die Grundlage der Kindertagesbetreuung in Deutschland: der im Sozialgesetzbuch VIII formulierter Förderauftrag.

In zwei kurzen Impulsen erhielten die Teilnehmenden zunächst von Bettina Stobbe (pfv) Einblick in die Hintergründe sowie den Vorschlag des pfv für eine Neuformulierung, die sich mehr am Kind orientiert und der pädagogisch qualitativen Praxis eine rechtliche Grundlage sichert. Im Vortrag von Frau Herrnberger (Vorstand QBE e.V., FiPP e.V., Berliner Kita-Bündnis) wurde danach eine Brücke geschlagen zu den konkreten Herausforderungen und den bestehenden Bildungsprogrammen am Beispiel Berlins. Sie legte dar, dass die Relevanz des Spiels und der kindorientierten Beziehung gerade auch für Bildungserfolge nachweislich wichtiger seien als outputorientierte Lernprogramme.

Im gemeinsamen Diskurs zeigte sich, dass gerade das im Formulierungsvorschlag genannte Kindeswohl auf breite Zustimmung stieß. Auch wurde angeregt, die Neuformulierung zum Anlass zu nehmen, um Bildungspläne, Kooperationsstrukturen und Qualitätskonzepte kindgerecht weiterzuentwickeln. Kita, Schule, Ganztag und berufliche Bildung sollten als zusammenhängende Bildungsbiografie gedacht werden.

Abschließend erläuterte Bettina Stobbe, dass der pfv mit seinem Formulierungsvorschlag eine Weiterentwicklung anstoßen will, die auf breite Unterstützung angewiesen ist. Alle Interessierten können sich auf der Unterstützerliste eintragen (zum Unterstützeraufruf) .

Lesen Sie auch die Berichterstattung des PFH

Die Einladung:

Die frühkindliche Bildung ermöglicht in der Trias Erziehung, Bildung und Betreuung das Fundament für Teilhabe, individuelle kindliche Entwicklung und soziale Integration von Anfang an – und ist damit eine bedeutende gesellschaftliche Zukunftsaufgabe.

Jedoch: Um ihr volles Potenzial entfalten zu können, braucht sie auf Bundesebene einen klaren gesetzlichen Rahmen, der den Förderauftrag der Kindertagesbetreuung zielgerichtet und entsprechend den in Wissenschaft und Praxis erkannten Erfordernissen der Frühpädagogik formuliert. Genau hier setzt der Vorschlag zur Neuformulierung des § 22 Abs. 3 SGB VIII an, den der Pestalozzi-Fröbel-Verband (pfv) gemeinsam mit Expert:innen aktuell vorlegt.

Die Formulierung und ihre zugrundliegenden Überlegungen wurden publiziert in
Rethinking frühkindliche Erziehung, Bildung und Betreuung. Fachwissenschaftliche und rechtliche Vermessungen zum Bildungsanspruch in der Kindertagesbetreuung. Eine Expertise im Auftrag des Pestalozzi-Fröbel Verband e.V. (Hrsg.)
Sie kann im online-Shop des pfv sowie im Buchhandel bestellt werden.
Formulierung und Begründung sind hier in Kurzform zu lesen.

In der Veranstaltung wird der Gesetzentwurf vorgestellt und die Frage diskutiert, welche Anforderungen sich daraus für die Umsetzung auf Landesebene am Beispiel Berlins ergeben würden. Das Berliner Bildungsprogramm gibt seit 2004 (aktualisiert 2014) den Rahmen für die Qualitätsentwicklung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in Berlin und beinhalt bereits vielfältige Ansätze eines kindzentrierten, ganzheitlichen und selbstbestimmten Entwicklungs- und Bildungsansatzes mit alltagsintegrierter Förderung. Inwieweit könnte der Gesetzesvorschlag des pfv in eine Weiterentwicklung des Berliner Bildungsprogramms einzahlen und welche Auswirkungen hätte er auf das frühpädagogische Selbstverständnis?

Impulsvorträge:

  1. „Wie klar ist der Auftrag für die Kita? Vorstellung und Genese des Formulierungsvorschlags zum
    § 22 Abs. 3 SGB VIII Prof. Dr. Anke König, Vorstandvorsitzende des pfv
  2. Mögliche Auswirkungen einer gesetzlichen Neuausrichtung für die Qualitätsentwicklung im Land Berlin“ Grit Herrnberger, Vorstand QBE e.V.; Qualitätsmanagement im FiPP e.V., Berliner KitaBündnis

Die Impulse und Aspekte des Themas werden gemeinsam, in Kleingruppen sowie in einer Podiumsdiskussion erörtert. Die Teilnehmer:innen sind eingeladen, in den Austausch zu gehen und eigene Erfahrungen und Anregungen einzubringen.

Hier finden Sie die Einladung als PDF zum Download

Beitragsfoto: AdobeStock_65903011_ by-studio

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14.11.2025 – pfv-Dialogveranstaltung und IBEB-Diskursforum: „Kita-Teams im Wandel: wie sichern wir die pädagogische Qualität mit und trotz Arbeitsteilung?“

Gemeinsam mit dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der
Kindheit / Rheinland-Pfalz der Hochschule Koblenz (IBEB) laden wir zu einem Thema ein, das auch in der Jugend- und Familienministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz derzeit diskutiert wird.

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07.02.2025 – Dialogveranstaltung „Kündigung ist keine Option! Bildung für alle Kinder in Kitas“

Die Veranstaltung mit über 50 Teilnehmenden gab Einblick in das Berliner Projekt „Fallwerkstätten zur Unterstützung von Kitas, Familien und Eltern“. Die lebhafte und sehr offen geführte Diskussion zeigte klar, wie wichtig der Austausch und die Suche nach Lösungen zum Thema der Unterstützung von Kita-Teams ist.

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28. Juni 2024 – Dialogveranstaltung in Bad Blankenburg

Wir waren mit rund 40 Teilnehmer:innen in Bad Blankenburg, wo Friedrich Fröbel vor genau 184 Jahren den ersten Kindergarten gründete. Von 9 bis 12 Uhr beleuchteten wir gemeinsam mit Expert:innen und Praktiker:innen aus den Bereichen der Fröbelpädagogik und der Bildung für nachhaltige Entwicklung das Thema genauer und haben es mit den gegenwärtigen Fragen verknüpfen.