Ostdeutsche Impulse für den Ganztag –
Kooperationsformen, Fachpraxis, Forschung
Fortbildung kompakt: erleben, erkennen und gestalten
Die Umsetzung des bundesweiten Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung für Grundschulkinder ab 2026 (GaFöG) stellt Kommunen, Träger und Fachkräfte in ganz Deutschland vor große Herausforderungen. Während vielerorts noch über Ausbaupläne, Umsetzungsmodelle und pädagogische Konzepte diskutiert wird, bietet ein Blick in ostdeutsche Städte bereits jetzt wertvolle Erkenntnisse – aus der Praxis, der Wissenschaft und der Trägerperspektive.
Die 3,5-tägige Reise nach Halle (Saale) und Leipzig führt mitten hinein in zwei Bundesländer, in denen ganztägige Förderung von Kindern im Grundschulalter seit Jahrzehnten erfolgreich gelebt und weiterentwickelt wird. Vor Ort lernen Sie bewährte Strukturen, Qualitätsansätze und innovative Modelle kennen und gewinnen im Austausch mit Wissenschaft, Praxis und Verwaltung wichtige Impulse. Die Reise verknüpft strukturelle, pädagogische und wissenschaftliche Perspektiven und schafft Raum für den gemeinsamen Transfer – für eine zukunftsfähige Ganztagsbildung in ganz Deutschland.
Das Angebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Kommunen, Trägern, Jugendämtern sowie an Wissenschaftler:innen der (Früh-)Pädagogik und alle Interessierten aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich ein fundiertes Bild davon machen möchten, wie Ganztagsbildung auf der Basis jahrzehntelanger Erfahrung konkret gelingen kann.
Warum teilnehmen?
=> Die Bildungsreise bietet die Gelegenheit, …
…. zentrale Akteure, Strukturen und innovative Modelle der ostdeutschen Ganztagsentwicklung direkt vor Ort kennenzulernen. Teilnehmende erhalten tiefe Einblicke und Erfahrungsberichte, die für die eigene Praxis und konzeptionelle Weiterentwicklung wertvoll sind. Im Dialog mit Wissenschaft, Praxis und Verwaltung steht der reflexive Vergleich im Vordergrund: Was ist im ostdeutschen Ganztagssystem besonders? Wie sind Bildung und Betreuung organisatorisch verknüpft? Welche Transfermöglichkeiten bestehen für andere Bundesländer und Regionen?
Thematische Schwerpunkte
=> Um diese Themen wird es gehen:
- Modellprojekte zur Ganztagsbildung an Grundschulen und Horten
- Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe: Kooperationsformen und Professionalisierung
- Wissenschaftliche Einblicke: Strukturelle und politische Rahmenbedingungen frühkindlicher und schulischer Bildung, Kindheitssoziologie, Alltagswelten von Kindern (Prof. Dr. Johanna Mierendorff/Halle-Wittenberg)
- Multiprofessionelle Teams, Elternmitarbeit und partizipative Strukturen in der Ganztagspraxis (Leipzig)
- Austausch zu Chancen und Herausforderungen der Umsetzung des Rechtsanspruchs.
Highlights der Reise
=> In vier Tagen erleben die Teilnehmenden:
- Austausch mit Wissenschaft und Forschung an der Universität Halle-Wittenberg
- Praxisbesuche in Horten und (Ganztags-)Schulen in Halle und Leipzig
- Diskussionen mit Trägern und kommunalen Akteuren
- Reflexionsforen zur Übertragbarkeit von Modellen und Ansätzen
- Realen Einblick in den Alltag von Kindern in ganztägigen Bildungsangeboten
Das Programm der Reise*
Dienstag, 5. Mai 2026
- vormittags individuelle Anreise nach Halle
- Einführung in Programm und Organisation
- Empfang und Fachvortrag an der Univ. Halle-Wittenberg durch Prof. Dr. Johanna Mierendorff „Betreute Kindheit – Bedeutung des Ganztags für das Aufwachsen von Kindern„
- Vortrag der Ministerin Petra Grimm-Benne und anschließender Austausch
„Sachsen-Anhalts Kita-Hort-Landschaft, Träger- und Angebotsvielfalt, Modellprojekte für Ganztagsbildung sowie Einblick in Finanzierungs- und Steuerungsfragen„ - Einführung in die Erarbeitung eines Reflexionspapiers der Bildungsreise (pfv)
- Runder Tisch zum Thema der Kooperationsformen (geplant)
Mittwoch, 6. Mai 2026
- Praxisbesuche in Halle bei Modellstandorten Grundschule/Hort (in zwei Gruppen)
Albrecht-Dürer-Schule in Kooperation mit AWO-Hort
Erste Kreativitätsschule Halle und integrative Kita und Hort „Onkel Uhu“ - Workshops in Kleingruppen:
Transfergespräch mit Prof. Dr. J. Mierendorff, Ergebnisbetrachtung der Hospitationen, Unterschiede zu westdeutschen Kommunen und mögliche Anknüpfungspunkte - Diskussionspapier und Reflexion
Donnerstag, 7. Mai 2026
- Anreise Leipzig
- Besuch bei Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH und Begrüßung durch Geschäftsleiter Christian Scheinpflug
Vorstellung des Trägers und seiner Angebote in Sachsen, Kooperationsmodelle im Ganztag, Fachaustausch mit Fachberater:in und Familienbüro - Hospitationsbesuch im Hort Kinderhaus Groß und Klein
Komplex-Kita (Krippe-KiGa-Hort), Ernährungsbildung, Kooperation Hort-Schule-Ganztag - Reflexion und Rückreise Halle
Freitag, 8. Mai 2026
- Anreise Leipzig
- Universität Leipzig, Dr. Beatrice Rupprecht
Kompetenzfeststellung am Übergang zu Schule, Einblick in das Instrument MIKA - Impulse von Bettina Stobbe
Aktuelle Herausforderungen im Kita-System, Themen, Fachdebatten und -diskurse, - Austausch und Diskurs über gemeinsame Erkenntnisse und Anmerkungen als Grundlage für die Erstellung eines Reflexionspapieres
- ca. 13 Uhr Reiseende und individuelle Abreise
*Stand 12. Februar 2026, Änderungen vorbehalten
Hier geht es zur Anmeldung
Der Teilnahmebeitrag für die 3,5-tägige Exkursion beträgt 305,- Euro p.P., pfv-Mitglieder erhalten einen Rabatt. Enthalten sind die Unterkunft im 2-Bett-Zimmer inkl. Frühstück sowie die Teilnahme an allen Workshops und Veranstaltungen. An- und Abreise, Verpflegung und ÖPNV sind nicht inbegriffen.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
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