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Bundesfachtagung 2018

Die Bundesfachtagung 2018 hat mit rund 140 Teilnehmenden vom 28.-29.09.2018 in Bochum in Kooperation mit der EvH Bochum und dem Bundesverband der Familienzentren stattgefunden:

„Soziale Ungleichheit und Teilhabe: Familien fördern – Kinder stärken – Politik herausfordern“

Zum Nachlesen / Anschauen:
Rückschau der EvH Bochum zur gemeinsamen Bundesfachtagung

Grußwort der Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey
Fachliche Einstimmung mit Gabriela Schäfer (Bürgermeisterin Stadt Bochum) / Dolf Mehring (Jugendamtsleiter Stadt Bochum): Die kommunale Präventionskette als umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von sozialer Ungleichheit und Kinderarmut
Forum F 3 Robert Jurleta: Sprache als Schlüssel zur Teilhabe
Forum F 4 Dr. Silke Karsunky / Peter Kraft: Frühe Hilfen – konkret: Ansätze aus der Praxis_1
Frühe Hilfen – konkret: Ansätze aus der Praxis_2
Vortrag Prof. Dr. Bernhard Kalicki: Die sozial-integrative Funktion der Kindertagesbetreuung. Erwartungen und Erfahrungen   aus   Sicht von Eltern und Fachkräften.     
Forum S 1 Prof. Dr. Dirk Nüsken / Christian Papies: Ungleiche Bedingungen des Aufwachsens. Hilfen zur Erziehung an der Schnittstelle zur Kita.
Forum S 5 Katrin Wolf / Prof. Dr. Yvonne Anders:
Präventionsketten auf dem Prüfstand – Erste Forschungsergebnisse aus dem Projekt BRISE

Veranstaltungsflyer mit Tagungsprogramm
Thesenpapiere zu den Foren

Zu den Themen unserer Tagung: Soziale Ungleichheit und Teilhabe

Fachkräfte in der sozialpädagogischen Praxis sehen sich jeden Tag mit diesen Herausforderungen konfrontiert. Soziale Ungleichheit, die die Teilhabe von Kindern an den gesellschaftlichen Möglichkeiten erschwert, ist eine Schande in einer reichen Gesellschaft. Daher müssen alle Anstrengungen unternommen werden, diese zu beseitigen, gerechte Verhältnisse herzustellen und die betroffenen Familien in allen Lebenslagen zu unterstützen.

In der Vergangenheit hat sich die Politik durchaus immer wieder bemüht, dieses Missverhältnis in unserer Gesellschaft zu korrigieren. Der aktuelle Armutsbericht der Bundesregierung zeigt jedoch, dass dies bisher noch nicht wirkungsvoll genug war. Aus der Sicht des pfv kann eine Änderung der Verhältnisse nur dann wirkungsvoll gelingen, wenn Politik, Wissenschaft und Praxis eng zusammenarbeiten.

Betroffene vor Ort gezielt fördern

Wissenschaft und Praxis müssen hierfür an die Politik verlässliche Daten, Fakten und Erkenntnisse liefern, damit diese entsprechende Maßnahmen einleiten und die Betroffenen vor Ort gezielt fördern und unterstützen kann.
Wissenschaftlich bereits hinlänglich belegt ist, dass soziale Benachteiligung viele Gesichter hat und auch die sozialpädagogischen Fachkräfte erfahren dies täglich in ihrer Arbeit. Armut und soziale Benachteiligung können von Herkunft und Sozialisation abhängig sein, vom Wohnort und den dort vorhandenen Lebens- und Arbeitsbedingungen, von familiären und sozialen Bedingungen oder auch vom Bildungs- und Gesundheitsstatus. Entsprechend den individuellen Voraussetzungen sollte auch die pädagogische Unterstützung und Hilfe möglichst passgenau erfolgen.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Flächendeckend gleiche Förderungsbedingungen bei ungleichen sozialen Lagen greifen da in der Regel zu kurz. Hilfe muss dort ansetzen, wo sie notwendig ist. Deshalb kommt der pädagogischen Praxis hier eine besondere Bedeutung zu.  Eine enge Zusammenarbeit von Politik, Wissenschaft und Praxis  auf gleicher Augenhöhe ist aus der Sicht des pfv unabdingbar.

Die Bundesfachtagung hat eine Plattform geboten, um sich über diese Verhältnisse, Möglichkeiten und Grenzen mit den Fachkräften aus den unterschiedlichen Bereichen auseinanderzusetzen und über wirkungsvolle(re) Alternativen nachzudenken.  Namhafte Referent*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis haben dazu ihre Expertise eingebracht.